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AN(GE)DACHT

Jesus Christus spricht:

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig! (2.Kor 12,9)

 

Liebe Gemeinde,dieses Jahr finden wir die Jahreslosung im zweiten Schreiben des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth. Wie jedes Jahr soll uns die Losung durch das ganze Jahr begleiten. Mit seinen Höhen und Tiefen. Gerade in diesem Jahr schauen wir auch auf die Tiefen.Manchmal habe ich das Gefühl, als würde ich viel auf meinem Rücken mit mir herumschleppen. Mein Rücken kommt sich dann so vor, als wäre er ganz krumm. Auf ihm lastet viel. Da sind die alltäglichen Sorgen, die man so hat. Stress in der Arbeit. Werde ich alles schaffen, was sich auf meinem vollen Schreibtisch angehäuft hat? Wird mein Chef mit mir zufrieden sein?

Da gibt es auch die Sorgen, ob ich alle Freundschaften behalten kann, die mir wichtig sind. Ich habe Angst davor, dass manche Freundschaften einschlafen. Dass man sich plötzlich nichts mehr zu sagen hat. Und schließlich sind da auch noch wichtige Prüfungen, die vor mir stehen. Werde ich mich richtig vorbereiten? Kann ich alles wissen?All diese Sorgen drücken mich nach unten. Und ich frage mich: „Wer kann mir meine Lasten abnehmen?“ Wenn ich so nachdenke, dann komme ich mir mit meinen Sorgen manchmal ganz verlassen vor. Es scheint, als trage ich alles vollkommen alleine. Aber dann schaue ich um mich herum. Da fallen mir Menschen auf, die mir immer wieder viel Last abnehmen. Oft merke ich das gar nicht direkt. Da ist meine Familie, die mir zuhört, bei der ich „auspacken“ kann. Da sind meine Freunde, die mir ihr Ohr schenken. Sie geben mir immer wieder Hoffnung. Sie nehmen mir immer wieder Last von den Schultern, indem sie mich nicht alleine lassen. Ich frage mich, ob Gott durch diese Menschen wirkt. Was geschieht aber mit den Lasten, die mir keiner nehmen kann? Wer kann mir die Sorge vor Prüfungen nehmen und vor Verlust von Freundschaften?

In dieser Situation gibt mir die Jahreslosung große Hoffnung. Gerade wenn ich mich schwach fühle, wirkt Gottes Kraft in mir. Sie gibt mir neue Hoffnung, nicht alleine zu sein. Auch im Scheitern eine Chance zu sehen. Vielleicht kommt mir Jesus Christus genau dann besonders nahe. Er scheiterte am Kreuz zuerst kläglich. Aber an Ostern wurde das Scheitern zum Sieg. Erst sah er diese Chance gar nicht. Aber dann wurde alles ganz anders. Aus Schwäche wurde Stärke. Das Kreuz wurde zum Symbol des Siegens.

Mit vielen Grüßen,

Ihr Vikar Manuél Ceglarek

 

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 13. April 2012 )
 

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